Kapelle St. Johannes' Enthauptung

Wappen Görtz-Mostert

Wappen Görtz-Mostert
Wappen Görtz-Mostert
Wappen Görtz-Mostert

Im Herzen des Eupener Weilers Nispert erhebt sich auf dem dort vorbeifließenden Stadtbach das Anwesen Nr. 18, auch Haus Nispert genannt. Es besteht aus Ziegel und Blaustein mit schieferverkleidetem Obergeschoss und gliedert sich in fünf Achsen auf drei Stockwerken. Rechts schließt sich erst ein niedrigerer Anbau, dann eine Kapelle an.

Anstelle eines Vorgänger bauwerkes, das 1645 die Hausnummer Eupen Nr. 1 erhielt, wurde dieser Neubau durch den Kaufmann Erich Adolph Görtz im Jahre 1742 errichtet. Dieser war 1697 im kurkölnischen Amte Hülchrath (heute Grevenbroich) als Sohn von Hermann und Margaretha Call geboren.

In jungen Jahren war er ins hiesige Herzogtum Limburg eingewandert und hatte 1723 die Eupenerin Isabella Fey (Tochter des Tuchherren und Bürgermeisters Arnold Fey-Janssen (1654-1717) und Catharina Schmitz) geheiratet. Dieses wappenführende Geschlecht versippte sich unter anderem mit den Grand Ry, Hüffer, Rehrmann und Roemer. E. A. Görtz wurde dreimal Bürgermeister seiner Wahlheimat. In seinem Besitze richtete er eine Schönfärberei ein.

Aus seiner Ehe gingen hervor: Hermann Heinrich (1728-1782), der 1768 Johanna Maria Mostert (1746-1802) heiratete. Die Initialen der Eheleute sind in den eisernen Wetterfahnen des Anwesens mit der Jahreszahl 1777 verewigt. Maria Catharina, geboren 1726, heiratete den herzoglichen Forstmeister Heinrich Josef Thimus, Sohn von Thimus-Gadé aus der Haasstraße (siehe dort). Ein Sohn, Erich Adolph, geb. 1735.

Einige Jahre nach Fertigstellung des Anwesens Görtz reifte bei seinem Eigentümer der Gedanke, eine Privatkapelle anzugliedern. Für das Versehen mit einem Geistlichen reichte Görtz 1747 die Anträge ein, die im Folgejahre durch den Lütticher Fürstbischof Johann Theodor von Bayern wohlwollend beschieden wurden. Der anverwandte Aachener Kaufmann Johann von Wespin (1700-1759) stiftete den Vordergiebel der Kapelle zur Enthauptung Johannes’ des Täufers auf seine Kosten.

Das Langhaus umfasst drei Joche und ist mit Stukkaturen reich geschmückt. Der in die Wand eingelassene Altar birgt das Tabernakel, welches von zwei Wappenschilden bekrönt wird:

  • In Silber mit linken und rechten eingebogenen blauen und goldgesäum ten Schrägecken eine pfahlweise gestellte Schlange, in den Schrägecken je ein Stern, alles golden (Görtz)
  • Geviert: 1 und 4 in Rot drei goldene Senfblätter, 2 und 3 in Blau drei gol dene Lilien (Mostert) Diese Bestandteile sind also nicht durch Görtz senior, sondern durch seinen Sohn Hermann Heinrich erbaut worden.

Diese Bestandteile sind also nicht durch Görtz senior, sondern durch seinen Sohn Hermann Heinrich erbaut worden.

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